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Ein paar Worte…
über mich und meinen Werdegang.

Können Sie von der Kunst leben? Was ist Ihnen wichtiger; Malerei oder Schmuck? Warum malen Sie nur Bäume? Ach, haben Sie das alles selbst gemacht? Wie haben Sie das hier und jenes dort gemacht? Diese und viele Fragen mehr, kann ich genau genommen gar nicht richtig beantworten.
Meine Kunst ist ein, vielleicht ungeordneter Rückblick auf das, was man wohl Leben nennt. Der Designer spricht von Bezugssystem. Alles, was wir erleben wird in unserem Gedächtnis "abgelegt" und dient fortan als Bezugsregister für das, was noch kommt. In meinen Arbeiten werfe ich einen Spot. Mal hierhin, mal dahin. Das fantastische an der künstlerischen Arbeit ist, dass das Unterbewusste mit am Werktisch steht. So beginne ich eine Arbeit und erkenne während des Arbeitsprozesses, dass sich Etwas zeigt. Etwas, das ich nicht unbedingt bewusst initiiert habe, was aber eindeutig mit mir zu tun hat, ein inneres Bild. Geht man nun gewissermaßen auf die andere Seite, wird Betrachter, wandelt sich auch hier das Gesehene, das Äußere, die faktisch vorhandene Farbe, die Riefung, die Textur des Materialauftrages in eine innere Bedeutung. In die eigene, innere Bedeutung. In eine Pracht, in einen Abgrund? Das vermag ich als Malerin kaum zu bestimmen. So findet sich in der Kunst, sei es Schauspiel, Musik, Skulptur, Malerei immer die tausendfache Deutung - Bedeutung und Wahrheit all ihrer Betrachter. Emil Schumacher hat gesagt; ´ein Bild ist erst dann vollendet, wenn es betrachtet wird. Dass meine Arbeiten vielleicht zu Ihrem Bild oder zu Deinem Bild, oder zu dem Bild eines Kindes Kindes wird, ist wunderbar und zeigt eine weitere Wirkung, nämlich die des Überdauerns. Möglicherweise kann das, was aus meinem `Bezugssystem` entstanden ist, zu einem Erlebnisraum in der Zukunft oder in einem ganz fremden Kulturkreis werden. Sie werden verstehen, ich bin vollkommen begeistert von Kunst. Ich bin dankbar, einen solchen Beruf ausüben zu dürfen.
Ebenso erfüllt es mich mit großer Freude, Schmuck zu machen. Im Gespräch heraus zu finden, welche Wünsche es gibt. Möglicherweise Vorhandenes in Neues zu wandeln. Geschichten, die fast immer mit Schmuckstücken verbunden sind, zu erhalten und weiter zu erzählen. Oder Neues zu schaffen, mit Steinen, die mir etwas zuflüstern eine neue Darstellung zu erschaffen. Es ist, wie mit ihnen zu malen.
So will ich zum Schluss Antworten versuchen. Ich kann nicht ohne Kunst leben. Ich mache keinen Unterschied zwischen Malerei und Schmuck, es handelt sich nur um unterschiedliches Arbeitsmaterial. Ich male gar nicht "nur" Bäume. Und ja, ich habe das alles selbstgemacht. Hin und wieder mit Hilfe, in Form von schon fertig gekauftem Grundmaterial, auf jeden Fall mit Inspiration. Und ebenfalls ja, in meinem Atelier gibt es einige, wenige Dinge die ich gekauft habe. Sie helfen, die Sache rund zu machen. Ich lade Sie ein, sich auf Entdeckungsreise zu begeben und freue mich darauf.