Wie isses eigentlich?

Anne Schary Uncategorized

Das werden sich Viele von Euch fragen. Und auch ich stelle mir die Frage hin und wieder. Wer hätte wirklich geglaubt, dass uns dieses Virus so sehr im Griff hat? Nicht zuletzt kann ich aber sagen, es geht mir gut! Ich und keiner meiner Lieben sind krank geworden. Das ist ein großes Glück! Und den Rest kriegen wir auch noch! Faktisch ist der Auszug aus Rheurdt fast vollzogen. Die Goldschmiedewerkstatt residiert nun zu Hause in Moers. Das Malatelier ist im wunderbaren Schirrhof und die zukünftige Präsentationsfläche, Galerie Anne Schary, wird auf der Moerser Straße 373 eingerichtet. Das allerdings wird noch dauern.

Soweit zu den Fakten. Dieses eigenartige letzte Jahr hat Spuren hinterlassen. Nicht nur oder eigentlich kaum coronabedingt. Zwei Umzüge dieses Formates innerhalb eines Jahres fordert einen riesen physischen Kraftaufwand und eine ebenso umfangreichen mentale Leistung. Ich bin mit ganzer Euphorie nach Rheurdt gezogen, habe tolle Menschen und Kollegen kennengelernt und war nach anfänglicher Nervosität so glücklich, dort an und aufgenommen worden zu sein. Nun machten es die Umstände nötig, diesen sehr, sehr schönen Ort wieder zu verlassen. Kaum angekommen macht sich Abschiedschmerz breit. Ich wünsche mir sehr, dass wir, Kollegen, Kunden, neue Freunde in Kontakt bleiben. Ich bin eigentlich sicher, dass das gelingt. Genauso gerne komme ich nun nach Kamp- Lintfort zurück. Bin ich dort doch schon seit 1997 tätig. Dennoch hat sich und das liegt vielleicht doch an Corona, das Konzept geändert. Ich kam und komme nicht drumrum 1. meine Erschöpfung anzuerkennen und 2. die zunehmend präsenter und schon lange wichtige Entwicklung in Ressourcenschutz, wahrzunehmen. So habe ich mich dazu entschieden, die Werkstatt zu Hause einzurichten, das spart viele gefahrene Kilometer und Zeit. Außerdem schafft es mir die Möglichkeit mir Zeit nehmen zu können. Zeit für mich, Zeit für Familie, Zeit für unsere Smilla und nicht zuletzt auch Zeit für meine Arbeit. Denn so kann ich auch am Abend oder Sonntagnachmittags mal eben für zwei Stunden an den Werktisch. Das Malatelier im Schirrhof ist ein Refugium in dem ich hoffe, konzentrierte Arbeitseinheiten auch in Kontakt mit Kollegen absolvieren zu können. Und die nun neue Galerie in den ehemaligen Räumen des Juwelier Rigo Priester wird im Grunde nach Bedarf betrieben. Im Moment ist sowas wie `immer Donnerstags, meistens Freitags, manchmal Samstags und hin und wieder auch Sonntags geplant`. Wir sind inzwischen alle Profis in Termin ausmachen und ich finde, das hat durchaus Charme. Das wird aber, wie schon geschrieben, noch dauern. Ich möchte wenigstens warten bis ich geimpft bin und ich würde es schätzen, wenn der Umgang miteinander endlich wieder freier sein darf. Meine Einschätzung ist, dass wir uns dort frühestens im Oktober treffen können. Bis dahin werde ich noch immer 1001 Arbeit erledigen und mir dann etwas Zeit nehmen um wieder zu guter Kraft zu kommen. Aber dann freue ich mich so sehr auf Euch!!! Bleiben wir zuversichtlich und neugierig was aus dieser Zeit Gutes geblieben ist. Bis bald!!